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Zäsur

  • 2008 wurde der Öffentlichkeit, nach dem Gemeinderatsbeschluss, aber vornehmlich aus der Zeitung bekannt, dass in Gemünden ein Steinbruch entstehen soll.
  • Der Betreiber hat schon früh informiert (02.Sep. 08). Das Thema wurde aber den Gemündener Bürgern offensichtlich nicht ausreichend nahe gebracht.
  • Es kam auch zu Infoveranstaltungen von Bürgern aus Gemünden, die sich aber bis dato noch nicht formiert hatten, in denen auch auf falsche Aussagen des Betreibers hingewiesen wurden.
  • Es wurde eine Unterschriftensammlung in Gemünden gegen den Steinbruch durchgeführt, um die Meinung der Bevölkerung zu erfahren. Ein großer Teil unserer Bevölkerung war unserer Meinung.
  • Als Konsequenz gründeten wir die Bürgerinitiative "Bürger für Gemünden" (BfG e.V.).
  • Auch für die Gemeinderatswahl  stellten wir eine Wählergruppe auf und erhielten auf Anhieb ein Viertel der Gemeinderatssitze.
  • Eine drei Viertel Mehrheit des Gemeinderats steht noch hinter dem Projekt Steinbruch, trotz weiterer Widersprüche und Ungereimtheiten.
  • Im August 2010 wird das Projekt Baumwipfelpfad zunächst bei der IHK in Koblenz vorgestellt. Auch Vertreter der „Bürger für Gemünden“  waren dabei.
  • In der Gemeinderatsitzung vom 27.08.2010 stellten die Vertreter der BfG einen Antrag, dass die Bürger entscheiden sollen, ob die Gemündener-Höhe geschützt (Kernzonen, Naturpark) oder in einen Steinbruch umgewandelt werden soll. Dieser Antrag wurde mehrheitlich vom Gemeinderat abgelehnt.
  • Trotz weiterhin nicht geklärter Aussagen des Betreibers und neuer wirtschaftlicher Alternativen für diese Region (Baumwipfelpfad)  halten die Fraktionen Freie Wähler, CDU und SPD am Steinbruchprojekt nach wie vor fest und verhindern per Abstimmung einen möglichen Bürgerentscheid. Sie sprechen sich gegen die Einbeziehung der Gemündener Höhe in die Kernzonen aus, was unserer Meinung nach, eindeutig ein Zeichen gegen Naturpark und gegen den Baumwipfelpfad ist.
  • Auf Initiative der BfG fand am 9.Oktober 2010 eine öffentliche Veranstaltung unter dem Motto „Zukunftsforum Soonwald“ statt,  in der mögliche Wertschöpfung als Ergebnis eines funktionierenden Naturparks aufgezeigt wurde. Die anwesenden Referenten waren sich einig, dass der Baumwipfelpfad eine Initialzündung für einen funktionierenden Naturpark Soonwald Nahe bedeuten kann. Es wurde aber auch erklärt, warum ein Naturpark und ein "Industriepark" nicht zusammen gehen können. Als Ergebnis der Veranstaltung wurde eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der Initiative Soonwald, der BfG, des BUND, des Nabu und der Tourismusverbände vereinbart.
  • Am 16.November wurde dann der Baumwipfelpfad der Bevölkerung vorgestellt. Der Steinbruch sollte hier eigentlich kein Thema sein. Da sich aber nur einer der beiden Wege, entweder ein funktionierender Naturpark mit sanftem Tourismus, oder ein Steinbruch etablieren kann, wurde das Thema dann doch recht lebhaft diskutiert. Gegen einen Steinbruch sprach sich weder die Fraktionen Freie Wähler, CDU und SPD noch ein Kommunalpolitiker öffentlich aus, aber fast Alle dafür für diese "neue" attraktive wirtschaftliche Möglichkeit, diese Attraktion dem Baumwipfelpfad und was er für einen touristischen Effekt nach sich ziehen würde. Und das ganz öffentlich. Weiter kam dabei heraus, dass ein Baumwipfelpfad die Gemeindekasse grundsätzlich nicht belasten würde.

Resümee: 

Wir werten dieses öffentliche positive Bekenntnis unserer Gemeindevertreter und Kommunalpolitiker zu diesem Baumwipfelpfad als deren Art Entscheidung, sich nun doch endlich noch dem richtigen Ziel zu widmen. Wir sind auch so optimistisch zu glauben, dass unser Dorferneuerungskonzept um dieses Kapitel erweitert werden kann.

An dieser Stelle bleibt dann nur noch zu wünschen, dass unsere Gemeindevertreter zukünftig die richtigen Entscheidungen treffen werden, aufgrund der neuen Erkenntnisse und der gegebenen Tatsachen, die sie in den letzten Monaten über intakte Naturparke und auch Vorteile von Steinbrüche erfahren durften.

Hierzu fordern wir, dass die Öffentlichkeit künftig frühzeitig mit eingebunden wird.
Es ist für uns unverständlich, dass der Verbandsgemeinderat in Sachen "Steinbruch" immer noch ausschließlich in nichtöffentlicher Sitzung berät und das, obwohl hier ganz eindeutig öffentliches Interesse berührt ist. In anderen Fällen, z.B.: Verkauf einer Schule, Vertrag zur freiwilligen Abgabe aus Erlösen von Windenergie und Steinbrüchen geht man sehr wohl öffentlich mit dem Thema um.
 

Weitere Informationen: Gemeindestellungnahme   Gemeindestellungnahme   richtige Lochtiefe aus der Presse

Bürger für Gemünden e.V.

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