Der Soonwald und somit auch die Gemündener Höhe ist Teil des Naturparks Soonwald-Nahe. Die Satzungen des Trägervereins haben zum Ziel, diese Region mit Kernzonen zu versehen, um den Naturpark vor Industrieanlagen zu schützen.
Der Gemeinderat hat sich leider mehrheitlich gegen Kernzonen ausgesprochen. Warum wohl, denn an einer derzeitigen Nutzung würde sich nichts ändern.
Im Naturpark Soonwald-Nahe gibt es schon sieben!!! aktive Steinbrüche.
Ein Abbau von Rohstoffen dient in erster Linie dem Allgemeinwohl. Daher sind die finanziellen Begehrlichkeiten einer Gemeinde dahinter zurück zu stellen. Das steht unter § 35 Absatz 3 Bundesberggesetz, der NHB sicher bekannt ist, aber unserem Gemeinderat offenbar nicht.
Die „Perle des Hunsrücks“ wird um ein Prädikat ärmer sein. Die Schilder „anerkannter Erholungsort“, die derzeit noch an allen Ortseinfahrten Gemündens zu sehen sind, wird man mit Beginn eines Quarzitabbaus abschrauben müssen. Dieses Prädikat wird übrigens verliehen auf Antrag wenn die landschaftliche Vielfalt wie Wald- und Naturschutzgebiete sowie die klimatischen und bioklimatischen Voraussetzungen gegeben sind. Daneben spielen Faktoren wie touristische Einrichtungen, entsprechend ausgewiesene Wander- und Radwege, ein vielfältiges Freizeit- und Veranstaltungsangebot und das Stadtbild als solches eine große Rolle. Das Alles hat Gemünden schon!
Gemünden hat ein Dorferneuerungskonzept. Ein Baumwipfelpfad würde in dieses Konzept wesentlich besser passen, als ein Steinbruch.
Baumwipfelpfad und Steinbruch werden nicht zusammen realisiert werden, da sich mit dem Quarzitabbau kein Investor für den Baumwipfelpfad finden wird. Der wäre nämlich nur ein Steinwurf vom Steinbruch entfernt.
Das „zarte Pflänzchen“ Tourismus in Gemünden bekäme mit dem Steinbruch endgültig den Todesstoß!
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